Checkliste Bewerbungsschreiben

Diese 10 Tipps solltest Du beachten

Du hast auf der makler.de-Jobbörse Deinen Traumjob entdeckt? Glückwunsch! Jetzt ist es an Dir, Dich auch erfolgreich zu bewerben. Wie überall gilt auch hier: Der Teufel steckt im Detail. Schon ein kleiner Fehler kann Dein Vorhaben zerstören. Darum unsere Empfehlung: Überprüfe Deine Bewerbung anhand der nachfolgenden Checkliste. 10 wichtige Tipps, die ausschlaggebend sein können.

Eine Stellenanzeige hat Dich begeistert? Dann lies sie nochmal kritisch unter folgendem Aspekt: Wer ein Stellenangebot platziert, hat Personalbedarf. Die Anzeige selbst ist daher auch nichts Anderes als eine „Bewerbung“ an alle Leser, in der man sich, sein Unternehmen und den Job so positiv wie möglich darstellt. Lass Dich also nicht von besonders anziehenden Aspekten wie z.B. überdurchschnittliches Gehalt oder außergewöhnliche Zusatzleistungen blenden. Sicher angenehme Aspekte, aber wenn der Job selbst nicht passt, verblassen die angepriesenen „Bonbons“ sehr schnell. Also im ersten Schritt selbst Recherchen über das Unternehmen erstellen. Dazu gehört natürlich deren Webseite, aber auch Suchmaschinenanfragen mit dem Zusatz „Erfahrung mit …“. Besuche möglichst viele Seiten, die sich mit Deinem Wunsch-Arbeitgeber beschäftigen und mach Dir Dein eigenes Bild. Am Schluss stell Dir selbst ganz nüchtern die Frage: Will ich diesen Job bei diesem Unternehmen tatsächlich?
Der Ablauf ist immer gleich: Erst entsteht ein Gesamtbild, dann widmet man sich den Details. Auch der Empfänger Deiner Bewerbung wird im ersten Schritt vom Gesamteindruck Deiner Bewerbung geprägt, dann erst beschäftigt er sich mit den einzelnen Inhalten. Achte daher auf ein ansprechendes und einheitliches Layout und finde einen gesunden Mittelweg. Zu viel an Farbe und Stilmitteln lässt eine Bewerbung schnell verspielt wirken und lenkt von den eigentlichen Inhalten ab. Ein zu „trockenes“ Erscheinungsbild vermittelt Langeweile. Nimm Dir die Zeit und entwickle verschiedene Layouts, die Du dann anderen Personen zeigst. Nicht was Dir gefällt ist wichtig, sondern die Wirkung auf andere.
Finde den richtigen Ansprechpartner und schreibe diesen direkt an. In manchen Stellenanzeigen wird die zuständige Person bereits namentlich genannt. Falls nicht, ruf einfach bei dem Unternehmen an und frag nach dem für Personalangelegenheiten zuständigen Mitarbeiter. Achtung: Nicht zu diesem verbinden lassen! Viele Unternehmen weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie schriftliche Bewerbungen wünschen. Eine direkte telefonische Kontaktaufnahme könnte ggf. negativ wirken. Deine Angaben müssen natürlich korrekt und aktuell sein, insbesondere Deine Kontaktdaten. Also lieber nochmals 3 x überprüfen. Speziell Deine Kontaktdaten sollten nicht nur in Kopf- oder Fußzeilen erscheinen, sondern auch noch zusätzlich im Anschreiben selbst. Gib Deinem Anschreiben eine klare und verständliche Struktur, z.B. in der Reihenfolge Einleitung – Hauptteil – Schlusswort. Am besten notiere Dir im Vorfeld stichpunktartig alle Themen, die Du ansprechen willst, vermerke jeweils in welchen Bereich das Thema soll, und fang dann an endgültig auszuformulieren. Die Einleitung beinhaltet Dein Interesse und Gründe, warum gerade dieser Job Dich anspricht. Im Hauptteil geht es in die Tiefe mit der Darstellung Deiner Person und der Qualifikation genau für die angebotene Stelle. Der Schluss enthält neben der Verabschiedung nochmals Dein konkretes Interesse und die Perspektive eines persönlichen Vorstellungsgespräches.
Begründe mit echten Fakten, warum Du Dich gerade für diese Stelle interessierest. Dabei kannst Du auf einzelne Elemente der Stellenbeschreibung in der Anzeige eingehen. Noch besser wirkt es, wenn Du Aspekte ansprichst, die Du aufgrund Deiner Recherche herausgefunden hast. Du signalisierst damit echtes Interesse und Engagement. Lass auf keinen Fall den Eindruck entstehen, dass Du Dich – übertrieben gesagt – auf jede nur mögliche freie Stelle bewirbst.
1. Jeder kann bestimmte Qualifikationen, Fähigkeiten und Eignungen aufzählen, die ihn von anderen unterscheiden. Sie machen aber nur dann Sinn, wenn sie auch zu der angebotenen Stelle passen. Liste einfach mal die Punkte auf, in denen Du dich besonders positiv hervorhebst. Dann prüfe, welche dieser Aspekte zu der Stelle passen und gehe in der Darstellung Deiner persönlichen „Highlights“ genau darauf detaillierter ein. Hier können auch Hobbies oder andere private Engagements positive Punkte bewirken – sofern sie einen Bezug zum Anforderungsprofil der Stelle haben.
1. Fasse Dich möglichst kurz, aber prägnant und aussagekräftig. Ausschweifende Formulierungen bis ins letzte Detail interessieren zum jetzigen Zeitpunkt noch niemanden. Möchte der Personalverantwortliche mehr zu einzelnen Aspekten wissen, ist dies Thema des persönlichen Vorstellungsgespräches. Denke immer daran, dass der Empfänger Personal sucht und Du ggf. seinen Bedarf erfüllen kannst. Ihr kommuniziert also auf Augenhöhe ohne irgendeine Hierarchie. Dementsprechend trete in Deinem Bewerbungsschreiben selbstbewusst und souverän auf, aber nicht übertreiben! Qualifizierte Stellen brauchen weder Unterwürfigkeit noch Überheblichkeit. Das Wichtigste: Bleib authentisch! Deine Bewerbung ist das erste Bild Deiner Persönlichkeit und muss mit dem persönlichen Vorstellungsgespräch und der möglichen späteren Tätigkeit übereinstimmen. Ein falsches Bild, das sich erst später korrigiert, führt auf beiden Seiten zu Unzufriedenheit. Formuliere Dich konkret, direkt und ohne Konjunktive. Vermeide Formulierungen wie „Ich würde mich über ein persönliches Gespräch freuen.“ Schreib das, was tatsächlich Fakt ist: „Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch.“ Zu einem guten Stil gehört es natürlich auch, dass Deine Bewerbung –sowohl das Bewerbungsschreiben als auch der Lebenslauf – von Dir persönlich unterschrieben werden. Bitte nicht vergessen!
Wenn in der Stellenanzeige aufgefordert wird, zu bestimmten Themen Antworten zu liefern, dann gib diese. Beispiel können sein: Gehaltsvorstellungen, möglicher Eintrittstermin usw. Fehlen dazu Deine Antworten, könnte der Eindruck entstehen, dass Du Dich mit der Anzeige nicht richtig befasst hast. Oder Du vermittelst das Gefühl, dass Du diese wichtigen Themen bewusst nicht behandelst. Beides wirkt negativ.
Mit Deinem Schlusssatz forderst Du den Empfänger auf, jetzt zu reagieren. Du hast Deinen Part geleistete, jetzt ist er an der Reihe. Eine ganz normale Vorgehensweise in der Kommunikation. Schreibe, dass Du Dich auf das persönliche Vorstellungsgespräch freust und Dir gerne Zeit dafür nimmst.
Dir gefällt Deine Bewerbung? Schön, aber – hart gesagt – uninteressant. Ein Grundsatz der Kommunikationslehre besteht darin, dass jede Botschaft empfängerorientiert sein muss, nicht absenderorientiert. Einfach gesagt: Dein Bewerbungsschreiben muss einem anderen Leser gefallen, nicht Dir. Gerade sich selbst gegenüber ist man nie objektiv. Gib Deine Bewerbung anderen vertrauten Personen zum Lesen und bitte sie um eine objektive und ehrliche Meinung. Nutze Familie, Freunde und Bekannte als Testpersonen und hole Dir ehrliches und konstruktives Feedback. Es lohnt sich!
Schicke Deine Bewerbung nicht als Word-Dokument oder in einem anderen Textverarbeitungsformat. Unterschiedliche Versionen von Programmen, verschiedene installierte Schriftarten usw. können dazu führen, dass beim Empfänger ein verändertes Bild und schlimmstenfalls fehlende oder veränderte Texte entstehen. Also unbedingt in ein PDF-Format umwandeln. Fasse auch alle einzelnen Dokumente (Anschreiben, Lebenslauf, Qualifikationsnachweise usw.) in ein PDF-Dokument zusammen und benenne es mit Deinem Namen. Der Empfänger wird Deine und möglicherweise viele andere Bewerbungen abspeichern und tut sich viel leichter, wenn er nur ein eindeutig gekennzeichnetes Dokument von Dir bekommt. Für ihn positiv und damit auch für Dein Ziel.

Viel Erfolg wünscht Dein Team der makler.de